Vom 11:20 zum 40:35: Kickers-Abwehr dreht das Spiel

OFC Kickers drehen gegen TV Groß-Rohrheim einen 11:20-Rückstand und siegen 40:35. Abwehr und Teamgeist sorgen für den Heimsieg in der Oberliga Süd

Neun Tore lagen die OFC Kickers gegen Groß-Rohrheim zurück. Am Ende jubelten sie über einen 40:35-Heimsieg, getragen von einer Abwehr, die in Halbzeit zwei kaum zu überwinden war.

Fehlstart und Hoffnungsschimmer

Der Beginn in der Käthe-Kollwitz-Schule verlief schwierig. Groß-Rohrheim traf früh, führte nach 11 Minuten mit 10:5, und die Kickers nahmen ihre erste Auszeit. Der Abwehr fehlte der Zugriff, im Angriff blieben zwei Siebenmeter ungenutzt. Beim 11:20 in der 25. Minute schien die Partie zu kippen.

Doch die Mannschaft gab nicht auf, und die Fans ließen sich vom Rückstand nicht beeindrucken. Die Stimmung in der Halle war großartig, und die Zuschauer gaben dem Team Rückenwind. Angeführt von Frederik Mädel vom Siebenmeterpunkt gewannen die Kickers die letzten fünf Minuten vor der Pause mit 6:3. Mit 17:23 ging es in die Kabine, und die Hoffnung war zurück.

Eine Wand in Halbzeit zwei

Nach dem Wechsel stand die Abwehr richtig gut. In den ersten zehn Minuten ließ sie nur ein Gegentor zu, während vorne sechs Treffer fielen. Auch die Gäste-Auszeiten in der 38. und 43. Minute änderten nichts. Sören Pröse glich in der 44. Minute zum 27:27 aus, kurz darauf hatten die Kickers erstmals die Nase vorn. Die Halle stand Kopf, und die Fans schreiten die Mannschaft mit Bombenstimmung Angriff für Angriff nach vorn. Beim 35:29 in der 52. Minute war die Vorentscheidung gefallen, denn seit dem 29:28 hatte das Team nur noch ein Gegentor kassiert, was auch an der Torwartleistung von Luis Schüler lag. Groß-Rohrheim erzielte in der zweiten Halbzeit nur 12 Tore, nach 23 in der ersten. Ein großes Dankeschön an alle Fans, die mit ihrer Unterstützung großen Anteil an diesem Sieg hatten.

Ein Sonderlob für Michi und Luis

Trotz der starken Teamleistung gebührt ein Extralob Michael Ritter. Er warf 13 Tore, alle aus dem Spiel heraus, acht davon nach der Pause. Er traf zum 28:27 und gleich wieder zum 29:28. Mit Huesmann (6), Mädel (5, davon 4 Siebenmeter) sowie Stenger und Pröse (je 4) sorgten insgesamt zehn Torschützen dafür, dass Rohrheim nie zur Ruhe kam.

Ein weiteres Lob verdient auch Torwart Luis Schüler. Er zeigte eine super Leistung, hielt 58% der Bälle in Halbzeit zwei und traf beim 22:24 sogar selbst ins Tor der Gäste.

Für den OFC spielten:
Hohenberger (TW), Frank (TW), Schüler (TW, 1), Ritter (13), Huesmann (6), Mädel (5/4), Stenger (4), Pröse (4), Erk (2/1), Büscher (2), Zuffinger (2), Leyh (1), Arras, Meincke, Schäfer, Schönewolf.